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Geschichte der Feuerwehr Sohland

Die meisten freiwilligen Feuerwehren gingen aus Turnvereinen hervor. So war es damals auch in Sohland a. d. Spree. Im Rahmen der sogenannten kommunalen Pflichtfeuerwehr wurden die Mitglieder des hiesigen Turnvereins verpflichtet, bei Bränden im Ort an deren Löschung teilzunehmen. Diese Pflichtfeuerwehr war eine problematische Angelegenheit, sie war bald personell und organisatorisch den Anforderungen nicht mehr gewachsen. Aus dieser Situation heraus kam es am 1. Mai 1874 zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Sohland a. d. Spree.

Geräte und Ausrüstung schaffte die Feuerwehr aus eigenen Mitteln an, plus Zuschüsse vom Staat!

So konnte am 24 Oktober 1884 für 300 Taler die erste vierrädrige Handdruck- Spritze gekauft werden.Die stetige Industrialisierung des Ortes brachte auch eine Modernisierung des Feuerwehrlöschwesens mit sich.So konnte man im Jahre 1924 die erste Motorspritze mit einer Wasserförderung von 2400l/min. kaufen.

1926 wurde in der Ortsmitte eine Sirene installiert und 1928, neben dem Rathaus, mit dem Bau des Gerätehauses begonnen.Im Jahre 1938 wurde die große Spritze auf einen Motorwagen montiert, es entstand ein Sattelauflieger.

Somit war die Feuerwehr bestens ausgerüstet, eine Personenstärke von über 100 Aktiven machte die Beschaffung eines Mannschafts- Trannsportwagens notwendig, welcher ebenfalls bis 1945 im Einsatz war.

Mit der Beendigung des Krieges begann für die Feuerwehr eine schwere Zeit.
Nicht wenige Feuerwehrmänner wurden Opfer des Krieges. Die Fahrzeuge wurden durch die Besatzungsmächte in Beschlag genommen.
Am Ende des Zweiten Weltkrieges ging eine Handvoll beherzter Männer an den Neuaufbau der Wehr heran. Im Brandfall mußten die noch vorhandenen Schläuche auf Handwagen verladen und im Handzug zur Brandstelle transportiert werden. Erst im Jahr 1948 konnte das Problem durch ein von der Bezirksbehörde zur Verfügung gestelltes Löschfahrzeug gelöst werden.
Junge Kameraden verjüngten den Mannschaftsbestand. Der regelmäßige Dienstbetrieb mit Schulungen und Übungen unter einer neuen Wehrleitung führte zum Verstärken der Feuerwehr.
Im Mai 1957 erhielten die Kameraden ein werkneues Löschfahrzeug. Schon ein Jahr später konnte eine Anhängeleiter mit 12m Steighöhe in Betrieb genommen werden. Die technische Ausstattung erreichte nun das Vorkriegsniveau.Ein hohes Brandgefährdungspotenial durch überdurchschnittliche Belegung von Wohnräumen infolge von Kriegsverlusten und Vertreibung veranlaßte die Sohlander Kameraden, Wohnstätten schon ab 1954 regelmäßig auf Brandgefahr hin zu kontrollieren!

Pferdegezogene Handdruckspritze der FFW Schirgiswalde

Pferdegezogene Handdruckspritze der FFW Schirgiswalde

Die folgenden Jahre waren geprägt durch eine Reihe technischer Verbesserungen, Neubeschaffung von Geräten und Ausrüstungen sowie baulichen Veränderungen an und im Gerätehaus. Ein Höhepunkt im Leben der Feuerwehr war zweifellos das 100jährige Bestehen, welches mit einer Festwoche und großen Umzug begangen wurde.

Musikzug Gnaschwitz

Musikzug Gnaschwitz

Mit Beginn der achtziger Jahre vollzog sich in der Wehr ein Generationswechsel. Mit Enthusiasmus waren die Kameraden bei der Sache, obwohl die Aurüstungen zunehmend veralteten. Die Tageseinsatzbereitschaft war durch Verträge mit den Betriebsfeuerwehren ständig gesichert.
Die gesellschaftlichen Wandlungen 1989/90 beeinflußten natürlich auch die Arbeit unserer Feuerwehr. Die politischen Turbulenzen haben unserer Feuerwehr keinen Schaden zugefügt.

Gründungsverammlung der FFW- Sohland am 1.Mai 1874

Gründungsverammlung der FFW- Sohland am 1.Mai 1874

Die Kameraden gaben sich 1990 eine Satzung und wählten in geheimer Wahl den Wehrleiter und seinen Feuerwehrausschuß. Persönliche Kontakte mit Kameraden der Feuerwehr Moers (Rheinland) halfen den Sohlandern, die Richtung der Entwicklung für die Zukunft zu finden.
Seit 1990 vollzog sich in der Wehr eine Umstrukturierung, die in ihrer Geschichte ihres Gleichen sucht. Heute sind die Initiativen darauf gerichtet, durch regelmäßige Schulungen und Übungen und Besuch von zentralen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen ein hohes Ausbildungsniveau zu halten.